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Westfrankenbahn

Die Westfrankenbahn (WFB) nahm am 1. Janaur 2006 den Betrieb auf. Die Westfrankenbahn ist ein sogenanntes "Regionetz" der Deutschen Bahn AG. Die Regionetze werden von der Bahn im ländlichen Raum eingerichtet um dort wieder einen rentablen Eisenbahnverkehr zu gewährleisten. Die Regionetze vereinigen in sich den Unterhalt von Infrastruktur, den Betrieb von Personen-, manchmal auch Güterzügen und den Verkauf und die Vermarktung des Angebots. Die ansonsten im Konzern strikt eingehaltene Trennung der verschiedenen Sparten ist also lokal aufgehoben. Die Bahn verspricht sich davon neue Impulse durch kürzere Verwaltungswege, eine straffere Organisation und eine stärkere lokale Identität der Menschen mit "ihrer Eisenbahn". Erfolgreiche Regionetze sind unter anderem die Südostbayernbahn (SOB) und die Kurhessenbahn.
Die Westfrankenbahn hat zum 1.1. 2006 die Infrastruktur auf den Strecken Crailsheim - Bad Mergentheim - Königshofen, Lauda - Miltenberg - Aschaffenburg sowie Miltenberg - Seckach und Aschaffenburg - Aschaffenburg - Hafen übernommen. Außerdem hat die WFB den Personenverkehr auf den Strecken Crailsheim - Aschaffenburg und Seckach - Aschaffenburg sowie den Betrieb der Regionalexpresszüge Heilbronn - Crailsheim und der Regionalbahn Bad Mergentheim - Lauda - Würzburg übernommen.
Der Sitz des Unternehmens ist Aschaffenburg, zur WFB gehört außerdem noch die dortige Tankstelle. Zur Wartung wurde ein Vertrag mit der Kahlgrund-Verkehrs-Gesellschaft (KVG) geschlossen so dass die Triebwagen der WFB der Baureihen 628 und 642 in Schöllkrippen gewartet werden. Die WFB will weitere neue 642 anschaffen und ihre 628 modernisieren sowie Fahrzeuge für den Schülerverkehr und im Sommer Fahrradwagen bereithalten. Im Sommer 2006 wurde bekannt dass die Deutsche Bahn die von der KVG nicht mehr benötigten Triebwagen übernommen hat. Der RS1 (VT650), die Desiros (VT650) und die NE81 werden nach dem DB-Nahverkehrsschema (verkehrsrot) umlackiert. Der RS1 und die NE81 sollen bei der WFB zum Einsatz kommen, zwischenzeitlich standen sie aber auch schon im Betriebshof Ulm.
Für die Infrastruktur in den Jahren 2006 bis 2025 hat die öffentliche Hand 125 Mio € bereitgestellt, die WFB schießt weitere 8 Mio € dazu. Mit diesen Geldern soll die Infrastruktur saniert und ausgebaut und Bahnübergänge zurückgebaut werden.
Längerfristiges Ziel der WFB ist die durchgehende Einführung des Westfrankentaktes, nachdem alle SPNV-Strecken mindestens einmal pro Stunde und Richtung befahren werden sollen.
Mit den oben genannten Geldern von insgesamt 133 Mio € sind kaum größere Ausbauten wie die Reaktivierung von Haltepunkten möglich. Trotzdem werden solche frommen Hoffnungen von Seiten der WFB und der lokalen Politik gehegt. Inwiefern sie realisiert werden können, bleibt abzuwarten. Konzepte gibt es jedoch schon, auf diese möchte ich hier auf diesen Seiten verweisen. (...)
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