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Was ist Stuttgart 21?
Fahrzeiten & Betriebskonzept
Auswirkungen auf die Region

Stuttgart 21 und die Region

Wenn das Gespräch auf den regionalen Schienenverkehr kommt sprechen Politiker gerne von der durchaus erfolgreichen Stadtbahn. Im nächsten Atemzug wird dann von den Vorzügen der Verbindung nach Stuttgart gesprochen die sich durch das Projekt Stuttgart 21 weiter verbessern wird. Ich habe dazu mal einige Daten und Fakten aber auch Meinungen zusammengesucht. Suttgart 21 soll dabei ausdrücklich nur aus dem Blickwinkel der Region Heilbronn-Franken betrachtet werden.
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Was ist Stuttgart 21?

Die Deutsche Bahn, das Land und die Stadt Stuttgart haben sich ein ergeiziges Projekt auf die Fahnen geschrieben: Der Stuttgarter Hauptbahnhof soll komplett umgebaut werden. Dazu soll die Lage der Gleis um 90% gedreht und in den Untergrund versetzt werden. Die Zufahrten sollen unterirdisch erfolgen. Desweiteren sollen der Flughafen und die neue Landesmesse mit einem zusätzlichen Fernbahnhof angefahren werden.
In der Stadtmitte von Stuttgart würden große, neue Flächen zur Stadtentwicklung frei werden. Es ist geplant, diese Flächen vorallem mit Büro- und Wohngebieten zu überbauen, ein kleiner Streifen soll dir Parkflächen vergrößern. Zur Anbindung dieses neuen "Rosensteinviertels" planen Stadt und Region Stuttgart eine neue unterirdische S-Bahn-Station und eine neue U-Stadtbahnlinie.
Die Zufahrten zum neuen Tunnelbahnhof werden komplett unterirdisch gelegt. Es ist geplant, den neuen Hauptbahnhof von Feuerbach, Bad Cannstatt, Untertütkheim und von den Fildern anzufahren. An den geplanten Filderbahnhof beim Flughafen wird eine Neubaustrecke (NBS) nach Wendlingen anschließen, die dort dann in die in einem anderen projekt geplante NBS nach Ulm führen wird.
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Fahrzeiten und Betriebskonzept

Die Befürworter von Stuttgart 21 werben gerne mit den deutlichen Fahrzeitverkürzungen, die sich durch das Projekt Stuttgart 21 ergeben würden. Sicherlich werden sich auf gewissen Relationen deutliche Veränderungen, für die Räume Filder/Flughafen und Reutlingen/Tübingen auch zeitliche Verbesserungen ergeben. Im Großen und Ganzen bedeutet Stuttgart 21 aber eher eine völlige Umstrukturierung des Nahverkehrs. Dies kann je nach Relation und Umsteigeverbindung Verkürzungen als auch Verlängerungen der Reisezeit bedeuten.
Durch den Tunnelbahnhof und die kurzen Gleisbelegungszeiten im nur achtgleisigen neuen Hauptbahnhof würden die Linien verschiedener Richtungen größtenteils über Stuttgart hinaus durchgebunden werden. Dadurch ergeben sich interessante, schnelle und umsteigefreie Verkehrsverbindungen. Insbesondere die Anbindung an den Flughafen Stuttgart würde verbessert werden. Auf der anderen Seite ergeben sich durch die Durchbindungen auch Nachteile. Ein Umstieg zwischen den durchgebundenen Regionalzügen kann nur zufällig stattfinden, aber auch die Umsteigemöglichkeiten in den regionalen Taktknoten um Stuttgart herum würden im Allgemeinen zerstört bzw. durch langes Warten ersetzt. Das Problem: Bisher dient der Hauptbahnhof Stuttgart als "Zeitpuffer" für die Regionalzüge, damit diese zusammen mit allem Zügen aus allen Richtungen in den jeweiligen Taktknoten eintreffen. Die Züge warten in Stuttgart den richtigen Zeitpunkt ab, um loszufahren und "pünktlich" mit den anderen Zügen beispielsweise in Heilbronn einzutreffen. Durch Stuttgart 21 wird dieses Zusammenspiel nur noch in Einzelfällen möglich sein.
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Vor- und Nachteile für die Region

Für die Region Heilbronn-Franken ergeben sich so durch Stuttgart 21 Vorteile, aber auch deutliche Nachteile. Es würde mit Stuttgart 21 eine umsteigefreie Anbindung des Flughafens ab Heilbronn (u. Neckarsulm) ergeben, da die heutige Regionalbahnlinie Neckarelz (später Neckarsulm)/ Heilbronn dann über den Flugahfen wahrscheinlich nach Tübingen durchgebunden werden würde. Für die Waldenburger, Eppinger oder andere Fahrgäste, die bisher auf ihrem Weg nach Stuttgart in Heilbronn umsteigen, würden sich aber längere Wartezeiten in Heilbronn ergeben, da die Bahn nach Stuttgart in Zukunft nicht mehr am Taktknoten Heilbronn ausgerichtet sein wird, sondern an der Frequenz des Tunnelbahnhofes und den Durchbindungsmöglichkeiten. Gleiches gilt für den Taktknoten Schwäbisch Hall/Crailsheim. Heilbronn zum Wohle, der Region zum Nachteil.
Durch den Bau von Stuttgart 21, einem Schienenverkehrsprojekt sowohl für dem Nahverkehr als auch für dem Fernverkehr, werden natürlich auch Finanzen des Landes gebunden, die auch in der Region Heilbronn, gerade beimn Ausbau der Stadtbahn oder der Verbindung nach Würzburg, fehlen werden. Es ist zumindest aus Sicht der Region fraglich, wenn Investitionen verschoben werden, die dann auch noch unter Umständen der Region schaden können.
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